Sicherheitseinweisung beim Segeln & gratis Checkliste in PDF als Download

Eine gute Sicherheitseinweisung ist weit mehr als das bloße Abhaken einer Liste. Ihr Ziel ist es, die Crew so mit Schiff, Ausrüstung und Abläufen vertraut zu machen, dass im Ernstfall jeder weiß, was zu tun ist. Entscheidend ist dabei nicht die Länge der Einweisung, sondern ihr Verständnisgrad. Je nach Erfahrung der Crew kann sie kompakt oder ausführlicher ausfallen, in manchen Fällen ist eine Aufteilung in kleinere Gruppen sinnvoll.

Das Ziel von CleverSkipper (in Form des Kartenspiels und der Online-Version Crew-Edition) ist das Segeln sicherer zu machen und dabei Inhalte verständlich und spielerisch zu gestalten. Denn gerade bei Segelneulingen ist Fingerspitzengefühl gefragt. In der Sicherheitseinweisung werden zwangsläufig auch Szenarien angesprochen, die unangenehm oder beängstigend wirken können. Wichtig ist, einen realistischen Respekt vor Gefahren zu vermitteln, ohne Angst zu erzeugen. Notfälle sind Ausnahmen und lassen sich durch umsichtiges Verhalten meist vermeiden. Segeln ist kein Hochrisikosport – es soll Freude machen, entspannen und verbinden.

Aus rechtlicher Sicht gehört die durchgeführte Sicherheitseinweisung ins Logbuch. Sie zählt zu den sicherheitsrelevanten Vorgängen an Bord und sollte entsprechend dokumentiert werden.

Der folgende Artikel beschreibt, welche Inhalte im Rahmen einer Sicherheitseinweisung behandelt werden können. Viele dieser Themen sind im Spiel CleverSkipper bereits aufgegriffen und praxisnah umgesetzt.

Allgemein

Bewegung an Bord

  • Grundsatz: Eine Hand für das Schiff, eine für sich – immer festhalten
  • Sicherer Stand mit mindestens drei Kontaktpunkten
  • Halt nur an festen Bauteilen, nicht an der Reling
  • Bewegen bevorzugt auf der Luvseite
  • Auch bei ruhiger See nicht springen oder hastig laufen

Kleidung (Schuhe, Handschuhe, Sonnenschutz)

  • Feste Schuhe mit rutschfester Sohle tragen – Schutz vor Verletzungen durch Leinen, Klampen und Beschläge
  • Handschuhe bei Arbeiten mit Anker, Mooring, Winschen und Leinen dringend empfohlen
  • Sonnenschutz ernst nehmen: Kopfbedeckung, Sonnenbrille, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und ausreichend Flüssigkeit

Klare Kommunikation

  • (Vor-) Besprechung von Kommandos bei Manövern (Wende, Halse, Ankern, Ablegen)
  • Notfallabläufe klären: Zuständigkeiten festlegen (Notruf – wie und wann, wer behält permanent Sichtkontakt)

Seekrankheit

  • Warum tritt Seekrankheit auf und was begünstigt sie? (z. B. Alkohol)
  • Frühzeitig gegensteuern: frische Luft, Blick auf den Horizont, einfache Aufgaben wie Steuern
  • Seekrankheit ist keine Schwäche!

Alkohol

  • Alkoholkonsum kann ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen
  • Der Schiffsführer trägt Verantwortung für Crew und Gäste
  • Gesetzliche Promillegrenzen sind regional unterschiedlich
  • Regeln klar und eindeutig vorab kommunizieren
  • Auch vor Anker muss bei Wetter- oder Liegeplatzänderungen jederzeit Auslaufbereitschaft gewährleistet sein
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ZUM SPIEL

An Deck

Knoten

Übersicht über die wichtigsten Seemannsknoten. Zum Beispiel:

Gasflasche

  • Lage und Bedienung der Gasflasche erklären
  • Gas nur zum Kochen öffnen, danach im Idealfall schließen
  • Gas ist schwerer als Luft und sammelt sich im Schiffsinneren
  • Bei Gasaustritt besteht Explosions- und Erstickungsgefahr
  • Jedes Crewmitglied muss wissen, wie das Gas sicher abgesperrt wird

Luken

  • Bei Segelmanövern Luken immer schließen
  • Auf die Verletzungsgefahr hinweisen, wenn man in eine offene Luke tritt
  • Zuständigkeit festlegen: Eine Person ist verantwortlich, dass Luken und Ventile geschlossen sind

Lenzen

  • Lage der elektrischen und manuellen Lenzpumpen zeigen
  • Kontrolle der Bilge erklären (z. B. Salzwasser?)
  • Grundzüge der Leckbekämpfung ansprechen (verfügbare Bordmittel)

Rettungsmittel (Rettungsinsel, MOB, Rettungswesten, Lifebelt)

  • Rettungsinsel: Einsatz nur bei Feuer oder drohendem Sinken, Grundprinzip der Auslösung erläutern
  • Rettungswesten: Jeder Crew eine eigene Weste zuteilen, Anlegen und korrektes Einstellen zeigen
  • Lifebelt: Tragen bei Wind ab ca. 5 Bft, starkem Seegang, Nacht, auf Kommando oder nach persönlichem Sicherheitsbedürfnis; Einpicken und Befestigungspunkte zeigen

Schiffsbedienung

  • Segel setzen, reffen, Segel bergen
  • Handling Festmacher und Fender (An- und Ablegemanöver)
  • Person über Bord (POB) Segelmanöver: Alarmierung, Rollenzuweisung, Einsatz von Rettungsring und Rettungskragen

Notpinne, Axt & Wantenschneider

  • Ablageort zeigen
  • Einsatz und Funktionsweise erklären oder demonstrieren

Niedergang

  • Beim Auf- und Absteigen immer gut festhalten
  • Sturzgefahr beachten
  • Bei Arbeiten am Großbaum ggf. Schott schließen

Verhalten nachts

  • Überbordgehen ist nachts extrem gefährlich
  • Rettungsweste und Lifebelt tragen
  • Erhöhte Aufmerksamkeit an Deck
  • Separate Sicherheitseinweisung vor Nachtfahrt empfehlenswert

Winschbedienung

  • Grundlegende Bedienung der Winschen erklären
  • Richtige Leinenführung zeigen
  • Finger, Hände und lose Kleidung schützen

Unter Deck

Feuer & Löschmittel

  • Lage von Feuerlöschern und Löschdecke zeigen
  • Bedienung erklären
  • Hinweis: Brennender GFK ist hochgiftig – Rauch vermeiden

Funk, EPIRB, Seenot-Signalmittel

  • Funkgerät: Grundbedienung erklären, Absetzen eines Notrufs (DSC / MAYDAY) erläutern
  • EPIRB: Standort (ggf. auch an Deck) zeigen, Zweck und Aktivierung erklären
  • Seenot-Signalmittel: Welche Mittel sind an Bord, wann werden sie eingesetzt und Grundregeln der sicheren Handhabung

Motor

  • Motor starten & Bedienung zeigen
  • Motoröl & Impeller thematisieren

Seeventile

  • Aufgabe und Funktion erklären
  • Lage der Seeventile zeigen
  • Seeventile nach Benutzung ggf. schließen

Wie funktioniert die Toilette?

  • Bedienung der Bordtoilette erklären
  • Spülvorgang Schritt für Schritt zeigen
  • Hinweis: Keine Fremdkörper (z. B. Feuchttücher) entsorgen – Verstopfungsgefahr
  • Nutzung abhängig von Bordtechnik (z. B. Grauwassertank) und lokalen Vorschriften

Batterie-Hauptschalter, Kühlschrank & Stromverbrauch

  • Lage und Funktion des Batterie-Hauptschalters erklären (z. B. warum die elektrische Ankerwinsch nicht funktioniert)
  • Strom kommt oft ausschließlich aus Batterien – eine begrenzte Ressource
  • Unnötige Verbraucher vermeiden
  • Der Kühlschrank ist einer der größten Stromverbraucher an Bord

Bedienung von Herd und Ofen

  • Sichere Bedienung von Gasherd und Ofen erklären
  • Gas nur bei Nutzung öffnen
  • Nach dem Kochen Gaszufuhr wieder schließen
  • Vorsicht bei Krängung und heißem Kochgeschirr

Seekarten, Revierführer, GPS

  • Ablageort von Seekarten und Revierführer zeigen
  • GPS als Hilfsmittel nutzen, nicht als alleinige Navigationsquelle

Wo ist der Verbandskasten?

  • Lagerort zeigen
  • Inhalt grob erklären
Sicherheitseinweisung Segeln Checkliste PDF

Sicherheitseinweisung spielerisch gestalten mit CleverSkipper!

CleverSkipper ist das perfekte Vorbereitungsspiel für Crew und Skipper vor einer Segelreise und fördert die Zusammenarbeit der Crew. In realistischen Szenen zu Seemannsknoten, Manövern, Sicherheits- und Notsituationen, Kollisionsverhütung,  Technik, Wetter, Navigation und dem Alltag an Bord lernt die Crew, gemeinsam zu denken, zu handeln und zu entscheiden. 

Das Spiel ist ideal als

  • Ergänzung zur praktischen Sicherheitseinweisung,
  • Teambuilding bei Crewbesprechungen,
  • zum Zeitvertreib vor der Schiffsübernahme oder
  • als sinnvolles Spiel während des Segelurlaubs
Geschenk für Segler

Über CleverSkipper

Das Spiel CleverSkipper ist aus der 'Not' heraus entstanden, dass Gäste an Bord immer nur möglichst rasch ablegen wollten und Sicherheitseinweisungen wenig Gehör schenkten.
Mit CleverSkipper ist der Start in einen Törn nun einfacher, lustiger und vor allem noch sicherer. Als Skipper mit über 20.000 Seemeilen Erfahrung habe ich – gemeinsam mit Profi-Kollegen – ein Spiel entwickelt, das den Start in den Törn lustiger, schöner und noch sicherer macht. Schluss mit trockener Theorie, her mit dem Spaß am Törnstart!
CleverSkipper ist ein reines Charity-Projekt, dessen Reinerlös dem Schutz unserer Ozeane zugutekommt.

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