MOB Manöver mit Q-Wende
Die Q-Wende als Rettungsmanöver gilt als das „Standard-Segelmanöver“ in der Segelausbildung und ist Teil der praktischen Segelprüfung. Aufgrund des großen Platzbedarfs bei der Durchführung erfordert dieses Manöver gute Sichtverhältnisse. Es kann auch bei Starkwind gefahren werden und ist prinzipiell auf allen Kursen anwendbar. Es empfiehlt sich jedoch primär für die Kurse „halber Wind“ und „raumer Wind“.
Ablauf
- Raum schaffen: Etwa drei Schiffslängen raumschots Abstand gewinnen, um Raum für das Manöver zu schaffen
- Die Wende (Das „Q“): Aus dem Raumschotskurs das Schiff durch den Wind drehen („klassische“ Wende).
- Ansteuerungsphase: Nach der Wende wird das Schiff erneut auf einen Raumschotskurs gebracht. Dieser Kurs wird gehalten, bis die Person in Luv auf einer Peilung von ca. 1 bis 2 Uhr steht.
- Aufschießer: In angemessener Entfernung werden die Schoten vollständig gelöst, sodass die Segel killen. Das Fahrzeug wird in den Wind gedreht, um in einem Nahezuaufschießer mit minimaler Restfahrt direkt neben der Person zum Stehen zu kommen.
- Aufnahme: Die Bergung der Person erfolgt im „Lee“
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ZUM QUIZVorteile & Kritik:
Wie jedes Rettungsmanöver weist auch die Q-Wende spezifische Vor- und Nachteile auf, die je nach Situation abgewogen werden müssen:
Vorteile: Kann auch bei viel Wind gefahren werden
Nachteile: einhand nur schwer durchführbar; durch die Weiträumigkeit (3 Bootslängen Abstand) besteht bei Seegang oder schlechter Sicht das Risiko, den Sichtkontakt zur Person zu verlieren.