Wende – Das grundlegende Segelmanöver verständlich erklärt
Einleitung
Als Wende bezeichnet man ein grundlegendes Segelmanöver, bei dem das Schiff seinen Kurs ändert, indem es mit dem Bug durch den Wind dreht. Während des Manövers kommt der Wind kurzzeitig direkt von vorne.
Im Gegensatz dazu wird bei der Halse das Heck durch den Wind gedreht, was – besonders bei stärkerem Wind – anspruchsvoller sein kann.
Inhaltsverzeichnis
ToggleVoraussetzungen für die Wende
Die ideale Ausgangslage für eine Wende ist der Am-Wind-Kurs. Zwar kann das Manöver theoretisch von jedem Kurs eingeleitet werden, doch muss das Boot dabei zwingend den Am-Wind-Sektor passieren, um den Bug durch den Wind zu drehen. (Siehe hierzu die Grafik „Kurse zum Wind“ am Anfang der Seite).Wichtig:
- Anluven: Bei Kursen mit raumem oder halbem Wind muss das Schiff für eine Wende anluven. Bei einer Halse wird abgefallen.
- Ausreichend Fahrt durchs Wasser: Bei der Wende benötigt das Schiff ausreichend Geschwindigkeit, um nicht „im Wind zu verhungern“.
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ZUM QUIZAblauf und Kommandos bei einer Wende
Das Manöver folgt dem folgenden Schema und Kommandos:- Vorbereitung: Der Steuermann kündigt das Manöver mit dem Kommando „Klar zur Wende?“ an. Die Crew prüft, ob die Schoten frei laufen und alle bereit sind. Erst wenn die Crew mit „Ist klar!“ antwortet, darf das Manöver fortgesetzt werden.
- Einleiten: Mit dem Kommando „Ree!“ legt der Steuermann das Ruder. Das Schiff beginnt anzuluven, bis der Bug in den Wind dreht.
- Durch den Wind: Sobald die Genua (oder Fock) im Wind killt (flattert), wird die alte Schot losgeworfen. Der Bug wechselt die Windrichtung, während das Vorsegel auf die neue Leeseite übergenommen wird (Fock über!).
- Neuer Kurs & Trimmen: Die neue Schot wird zügig dichtgeholt. Er erfolgt das Kommando „Neuer Kurs …“. Die Segel werden nun für den neuen Kurs getrimmt.
Die Q-Wende
Die Q-Wende (auch „Kuhwende“) wird eingesetzt, wenn eine reguläre Halse aufgrund von Starkwind, hohem Wellengang oder einer unerfahrenen Crew zu riskant wäre. Ziel ist es, das gefährliche, unkontrollierte Übergehen des Baums (die sog. Patenthalse) zu vermeiden.
Anstatt das Heck durch den Wind zu drehen, beschreibt das Schiff eine 270°-Kurve: Man luvt vom Raumschots-Kurs bis zum Am-Wind-Kurs an, führt eine normale Wende durch und fällt auf der neuen Seite wieder auf Raumschots-Kurs ab. Die gefahrene Linie ähnelt dabei dem Buchstaben „Q“.
Kreuzen: Den Wind bezwingen
Da ein Segelboot nicht direkt gegen den Wind fahren kann, nutzt man das Kreuzen, um ein Ziel erreichen. Dabei segelt man abwechselnd auf Backbord- und Steuerbordbug „hoch am Wind“. Durch eine Abfolge von mehreren Wenden arbeitet man sich so im Zickzack-Kurs nach Luv vor.Fazit
Die Wende ist eines der wichtigsten Segelmanöver und Grundlage für sicheres Kreuzen, kontrollierte Kurswechsel und viele Sicherheitsabläufe an Bord. Saubere Kommandos, gutes Timing und klare Rollenverteilung sorgen dabei für Ruhe und Sicherheit.
Begrifflichkeiten
Anluven
Eine Richtungsänderung eines Segelschiffes nach Luv (also näher zum Wind hin) nennt man Anluven. Der Wind fällt dabei vorlicher ein. Beim Anluven werden die Segel dichter geholt, um weiterhin optimalen Vortrieb zu erzeugen.
Abfallen
Eine Richtungsänderung nach Lee, also weg vom Wind, nennt man Abfallen. Der Wind kommt dabei mehr seitlich oder von achtern. Beim Abfallen werden die Segel kontrolliert gefiert.
Wichtig: Beim Anluven und Abfallen wechseln die Segel ihre Seite nicht. Das unterscheidet diese Kursänderungen klar von einer Wende oder Halse.
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ZUM QUIZÜber CleverSkipper
Das Spiel CleverSkipper ist aus der 'Not' heraus entstanden, dass Gäste an Bord immer nur möglichst rasch ablegen wollten und Sicherheitseinweisungen wenig Gehör schenkten.
Mit CleverSkipper ist der Start in einen Törn nun einfacher, lustiger und vor allem noch sicherer. Als Skipper mit über 20.000 Seemeilen Erfahrung habe ich – gemeinsam mit Profi-Kollegen – ein Spiel entwickelt, das den Start in den Törn lustiger, schöner und noch sicherer macht. Schluss mit trockener Theorie, her mit dem Spaß am Törnstart!
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