Was ist eine Klampe beim Segeln?
Egal, ob du gerade erst mit dem Segeln beginnst oder schon die ersten Runden auf der Jolle gedreht hast – ein Begriff wird dir an Bord ständig begegnen: die Klampe.
Eine Klampe (ursprünglich aus der Seefahrt stammend von „Klammer“) ist ein Beschlag auf Segelbooten, Schiffen und am Steg. Sie dient dazu, Leinen und Tauwerk sicher und schnell festzumachen. Erkennen kannst du sie ganz leicht an ihrer Form: Sie besteht aus einer Basis (oder Brücke) und zwei gegenüberliegenden Hörnern. Optisch erinnert sie dadurch ein wenig an einen kleinen Amboss. Wichtig: Eine Klampe darf nicht mit einem Poller verwechselt werden!
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JETZT SEGELN LERNENAufbau und Material einer Klampe
Je nach Bootsgröße, Verwendungszweck und den aufzunehmenden Kräften bestehen sie aus verschiedenen Materialien:
- Edelstahl oder Aluminium: Sehr robust und der Standard auf vielen Yachten.
- Verstärkter Kunststoff: Oft bei kleineren Jollen im Einsatz.
- Holz: Findet man häufig noch auf klassischen Traditionsseglern.
Die Größe der Klampe richtet sich immer nach der zu erwartenden Belastung und dem Durchmesser der Leine, die belegt werden soll. Da sie insbesondere bei starkem Wind oder in rauen Gewässern enormen Zugkräften standhalten müssen, werden sie fest auf ihren Untergrund geschraubt oder geschweißt (beispielsweise auf das Schiffsdeck oder an den Mast).
Wofür wird die Klampe an Bord genutzt?
Um alles festzumachen, was nicht wegfliegen oder wegschwimmen soll! Dazu gehören unter anderem:
- Festmacherleinen: Um das Boot beim An- und Ablegen sicher am Steg oder an der Kaianlage zu fixieren.
- Fallen und Schoten: Um Segel zu setzen und in Position zu halten.
- Ankerleinen: Zur Sicherung beim Setzen von Ankern.
Wie belegt man eine Klampe richtig?
Das fachgerechte und seemännische Befestigen nennt man Belegen. Der Standard-Knoten hierfür ist der sogenannte Klampenschlag.
Der Klampenschlag wird häufig beim An- und Ablegen zum sicheren Belegen einer Leine auf einer Klampe genutzt. Er sorgt für Halt bei Zugbelastung und lässt sich trotzdem schnell lösen. Den krönenden Abschluss bildet dabei der Kopfschlag. Er sichert die Leine gegen unbeabsichtigtes Lockern und lässt sich aber auch unter starker Last blitzschnell wieder lösen!
Tipp für CleverSkipper: Hier lernst du den Klampenschlag richtig zu legen!
Typische Anfängerfehler beim Belegen
Auch wenn der Klampenschlag an sich simpel ist, gibt es ein paar klassische Stolperfallen, die du vermeiden solltest:
- Der unnötige Rundtörn: Viele beginnen falsch, indem sie die Leine erst einmal komplett (oder sogar mehrfach) um die Basis der Klampe wickeln. Dies erhöht die Gefahr von Verklemmungen, sodass die Klampe unter Zug eventuell nicht mehr schnell gelöst werden kann.
- Zu viele Wicklungen: Mehr als drei Überkreuzungen sind bei normalem Tauwerk überflüssig. Weitere „Törns“ bringen keine Vorteile mehr. Alles Weitere sorgt nur dafür, dass das Lösen unnötig lange dauert.
- Falscher Kopfschlag: Beim finalen Kopfschlag liegt das lose Ende häufig nicht parallel zur vorherigen Überkreuzung. Dadurch bekneift (klemmt) sich der Kopfschlag nicht.
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